SCHRIFT

Am 19. April 2018 um 16.00 Uhr wird auf dem Alten Friedhof Klotzsche eine Gedenktafel für die Designerin und Professorin Margarete Junge (1874-1966) aus Anlass ihres 52. Todestages enthüllt. Auf dem Alten Friedhof Klotzsche hatte sie ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Margarete Junge gehört zu jenen Künstlerinnen, die in ihrer Zeit Wegweisendes geleistet haben, die aber zu Unrecht weithin in Vergessenheit geraten sind. In den Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst spielte sie in der Anfangszeit als Möbeldesignerin eine herausragende Rolle. Der berühmte belgische Jugendstilkünstler Henry van de Velde würdigte sie publizistisch und beschäftigte sie als Entwerferin.
In den  Dresdner Werkstätten für deutschen Hausrat Theophil Müller war sie ebenso erfolgreich:  von ihr entworfene Produkte waren auf Ausstellungen in Italien und auf der Weltausstellung in St. Louis (USA) zu sehen.
Als Dozentin und später erste Professorin an der Dresdner Kunstgewerbeschule förderte sie Schülerinnen wie Margarete Wendt und Margarete Kühn beim Schritt in die Selbständigkeit. Deren Firma  besteht bis heute. Margarete Junge trat für die Gleichberechtigung von Studenten und Studentinnen ein und bekämpfte den in der Weimarer Republik wachsenden Antisemitismus unter den Studierenden. 1934 wurde sich vorzeitig von den Nazis aus ihrem Amt entlassen.

Die Margarete Junge Gesellschaft e.V. hat durch Publikationen und Veranstaltungen das Andenken an Margarete Junge belebt. Sie lädt gemeinsam mit den Deutschen Werkstätten alle Interessierten zur Feierstunde mit dem folgenden Programm herzlich ein:

 Pfarrer Olaf Börnert: Begrüßung: Der Alte Friedhof Klotzsche als historischer Ort
Anette Helmuth, Deutsche Werkstätten: Grußwort
Jürgen Vietig: Kurzbericht über Entstehung und Arbeit der Margarete Junge Gesellschaft e.V.

Enthüllung der Gedenktafel durch Marion Welsch

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