SCHRIFT

Vernissage am Donnerstag 9. September um 19 Uhr

Endlich hatten wir Schnee in Hellerau, es waren am Ende mindestens 16 cm. Es war ein Volks- und Sportfest, überall wurden viele Schneefrauen, Schneemänner, Schneemäuse, Schneemonster und anderes gebaut. Der Gondlerhang mit seinen Flugmöglichkeiten war wieder sehr beliebt. Autoparkplätze waren genügend vorhanden. Dank der Lausitzer Überschiebung vor vielen Millionen Jahren, liegt der höchste Aussichtspunkt vom Hellerberg zur Autobahn zurzeit 106 m höher als die Elbe in Dresden. Das macht sich schon immer in der Schneehöhe in Hellerau bemerkbar. Diese Überschiebung beschert uns auch mehrere Rodelstrecken südlich des Hohen Weges und anderen Stellen. In den 1980er Jahren konnte man sogar noch durch den lichten Wald großer Bäume in der Nähe des Aussichtspunktes zum Augustusweg mit den Skiern herunterfahren. Schon lange ist der Wald allerdings nun verbuscht.

   Tagelang konnte man sowohl auf dem Heller als auch auf der Streuobstwiese am Hohen Weg Ski fahren. Der Schnee war schön kalt und es ging sehr flott. Einige Skifans hatten eine Rundstrecke am Hohen Weg von einem Kilometer angelegt und waren fleißig jeden Tag dort in Übung. Sagenhafte 20 oder gar 37 Runden wurden an einem Vormittag gezählt und trieben den Schweiß auf den Rücken. Die Strecke kommt ja fast an die Autoentfernung von Dresden nach Zinnwald heran. Die Wise am Hohen Weg ist bei weitem keine Ebene sondern hat ein kleines Höhenprofil der Strecke und machte kleine Freuden. Auch andere haben sie für weniger Runden genutzt. Der Heller mit größeren Strecken ist auch beliebt zum Skifahren. Traumhaft war nachts die Mondscheinfahrt am 29. Januar bei nahezu (96%) Vollmond oder Streulicht durch die Wolken. Gespenstig war das Kalksandsteinwerk dort zu sehen. Der letzte Tag im Januar brachte bei Sonnenschein nochmal hunderte Spaziergänger an alle schönen Stellen in Hellerau.

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   Neben den sportlichen Freuden sah man noch die Fütterung der Pferde auf der Koppel. Auch die Kamele und andere Tiere des Circus Magic in der Nähe des Wasserturmes waren ein beliebter Ausflug der Hellerauer. Leider durften die Artisten seit Monaten nicht auftreten, die Tiere sind aber in Übung durch den häufigen Auslauf auf der Wiese und im großen Zelt. Viele Hellerauer hatten auch den ganzen Januar die Möglichkeit zur Belebung des Kreislaufs zwei Mal täglich barfuß in den Schnee zu gehen.

J. Teichmann

Im Norden von Hellerau droht ein neues Gewerbegebiet und der Verlust großer Flächen eines Landschaftsschutzgebiets. Zwischen Flughafen und der Autobahnanschlussstelle, angebunden über die Feldstraße, ist eine große Gewerbefläche mit direktem Anschluss an den Flughafen geplant. Die im Vorentwurf zum Bebauungsplan formulierten Regeln für den Hochbau lassen auf große Flugzeughallen schließen. Und so könnte der zukünftige Blick von Hellerau in Richtung der Landebahn aussehen:

BP3017_Visualisierung

Der Bürgerverein hat Einspruch gegen den Aufstellungsbeschluss zum B-Plan mit dem offizellen Namen "Bebauungsplan - Nr. 3017 Dresden-Hellerau Nr.13 Gewerbegebiet Flughafen" eingelegt. Die Begründung ist im Anhang zu finden.

Mehr Informationen zu dem Bebauungsplan gibt es hier im Ratsinformationssystem der Stadt.

Anhänge:
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25 Jahre ist es her, dass der Verein Bürgerschaft Hellerau gegründet wurde, laut Gründungsprotokoll am 20.März 1991. Aus diesem Anlass hatte der Verein am 20. März 2016 zu einem offenen Frühschoppen in die Waldschänke eingeladen. Und viele kamen. Margit Springer, Vereinsmitglied der ersten Stunde, war gebeten worden, eine kurze Ansprache zu halten. Im Folgenden ist ihr Redemanuskript widergegeben:

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Gäste, liebe Freunde des Vereins,

herzlich willkommen zum Frühschoppen aus Anlass der Gründung unseres Vereins „Bürgerschaft Hellerau e.V.“

Ich wurde gebeten, etwas über den Anfang des Vereins zu sagen, da ich ja von Anfang an dabei war. Ja, das stimmt, das war ich -  und wie! Ich habe deshalb in den alten Vereinsunterlagen, die ich gesammelt habe, herumgestöbert, um das Gedächtnis aufzufrischen. Das hat mich so beschäftigt, dass die alltäglichen Pflichten ins Hintertreffen geraten sind.

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Wer heute durch die Gartenstadt Hellerau geht, der läuft auf der Straße. Die Fußwege sind generell in einem sehr schlechten Zustand. Sie sind nach der Wende nicht besser geworden, eher schlechter, denn es wurde nur geflickt, nie etwas grundhaft erneuert. Einzige Ausnahmen sind die Bereiche rund um den Marktplatz, bei den Hellerauer Werkstätten und entlang des oberen Teils der Karl-Liebknecht-Straße.

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Hakenkreuz auf SchaukastenDie Schaukästen des Bürgervereins in Hellerau sind immer wieder Ziel von Schmierereien. Meistens sind es nur harmlose mit Filzschreiber gemalte Tags, die sich mit geeigneten Mittel leicht wieder entfernen lassen. Sobald aber Ankündigungen von Diskussions- oder Dialogrunden zum Thema Asyl und Migration aushängen, liest man auch fremdenfeindliche Sprüche auf den Scheiben. „Dresden bleibt Deutsch" oder „Refugees not welcome" und nun auch noch ein eingeritztes Hakenkreuz. Dem Verein bleibt hier nur Anzeige wegen Sachbeschädigung zu erstatten, wohlwissen, dass der oder die Täter wohl kaum ermittelt werden.

Wir bitten die Hellerauer Bürger uns über neue Schmierereien auf den Schaukästen zu informieren, damit wir sie schnellstmöglich wieder entfernen können.

Unsere Grenzen sind offen. Kein Stacheldraht, keine Grenzsicherungen, jeder kann rein. Meist sind es die Katzen der Nachbarn, aber auch Waschbär, Fuchs und Wildschwein wurden schon gesichtet und im Winter viele seltene Vogelarten. Wir haben einen echten Multi-Kulti Garten.

Maulwurf

Seit längerem bekommen wir auch schon unterirdisch Besuch aus dem Brachgelände hinter unserem Grundstück. Kleine Erdhügel und Beulen im Rasen deuten darauf hin. Der Maulwurf ist allerdings ein reiner Wirtschaftsflüchtling. Es gibt keinen Krieg auf dem Brachgelände und vor Verfolgung ist er auch sicher, solange er unter der Oberfläche bleibt. Aber bei uns gibt es einfach mehr und dickere Regenwürmer! Einen Antrag auf Asyl nach Artikel 16 unserer Verfassung müssten wir demnach ablehnen. Also ausweisen?

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In einem Vergleichstest des ADAC über die Fahrradfreundlichkeit in 12 deutschen Großstädten belegt Dresden zusammen mit Dortmund den letzten Platz (www.adac.de/radfahren). Der Test des nicht gerade für seine Radfahrerlobby bekannten Clubs bestätigt, was häufig im Sattel sitzende Dresdner schon lange bemängeln: Es gibt kein innerstädtisches Radwegenetz, kein Gesamt- oder Zukunftskonzept und es mangelt an Radverkehrsförderung durch Politik und Verwaltung.

Aber wie sieht es jetzt konkret für Hellerau aus? Die Straßenbahnlinie 8 verbindet uns ja komfortabel mit der Innenstadt, trotzdem soll es auch Hellerauer geben, die gerne mit dem Rad in die Stadt fahren, z.B. zum Einkaufen oder – wie im folgenden Erfahrungsbericht - zur städtischen Bibliothek im World-Trade-Center.

Radweg in die Stadt

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Als Richard Riemerschmid die Gartenstadt Hellerau entwarf, wollte er einen Ort mit hoher Lebensqualität und sozialer Wärme schaffen. Daher enthielt sein städtebauliches Konzept auch Plätze für nachbarschaftliche Begegnungen und Gespräche, Plätze wie es das alte Foto Am Grünen Zipfel zeigt.

Historisches Foto der Bank Am Grünen Zipfel

Man erkennt eine Mauerecke, darin eine Eckbank und davor ein schattenspendender Baum, vielleicht eine Linde. Das Tor verschließt den Weg zu den hinteren Häusern. So wird dieser Platz von drei Seiten begrenzt und schafft eine gewisse Geborgenheit. Man kann sich vorstellen, wie damals dort Neuigkeiten aus dem Ort ausgetauscht wurden, während die Kinder davor auf der Straße spielten. In der Erinnerung alteingesessener Hellerauer war die Ecke ein beliebter Treffpunkt der Zipfelkinder als Startpunkt für Schnitzeljagden, Verstecken oder als Austragungsort für Kreiselwettbewerbe.

Mit den Jahren ist die Bank irgendwann morsch geworden, wurde nicht wieder ersetzt und auch die Linde verschwand aus dem Straßenbild. Letztlich wuchs dort ein großer Forsythien Busch, der im Frühling zwar schön blühte, aber keinen Platz mehr zum Verweilen bot.

Nun hat der Bürgerverein diese kleine Ecke nach altem Vorbild wieder erschaffen.

Der Eigentümer des Grundstückes, die Familie Bleschke, hat freundlicherweise seine Zustimmung für dieses Vorhaben gegeben und auch das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden unterstützt ausdrücklich die Wiederherstellung des historischen Zustandes. Etliche Diskussionen, das Einholen von rechtlicher Beratung, Briefverkehr mit Behörden und Anwohnern sowie viele Stunden freiwilliger Handarbeit waren dann noch nötig, um die Idee zu verwirklichen. Dank dafür gebührt insbesondere Volkmar Springer und Harald Krauss, die nicht nur den Anstoß zu dem Vorhaben gaben, sondern auch den größten Teil der notwendigen Arbeiten leisteten.

Neue Bank Am Grünen Zipfel

Die Bank ist nicht weiß lackiert, sondern aus praktischen Erwägungen aus widerstandsfähigem Teak-Holz und der gepflanzte Baum keine Linde, sondern ein pflaumenblättriger Weißdorn, der schön blüht, langsam wächst und eine lichte Krone bildet. Die Kosten für den Baum hat dabei die „Umweltskat"-Gruppe durch viele mutige Kontras und Res eingespielt.
Am Samstag 23. November wurde der Platz nun im Beisein von allen Beteiligten mit einer kleinen Feier der Öffentlichkeit übergeben.

Bank Am Grünen Zipfel Eröffnung

Der Bürgerverein hofft, dass dieser Ort wieder – wie ursprünglich gedacht – zum Verweilen einlädt und neue Begegnungen schafft, von Alt und Jung, Nachbarn und Besuchern.

 

Der Bürgerverein kann keinen Zugang zur Hellerauer Antennengemeinschaft vermitteln.

Dazu wenden Sie sich bitte direkt an den

Verein Antenne Hellerau
Heinrich-Tessenow-Weg 1
01109 Dresden

Tel.:  0351 / 880 5482
Fax:  0351 / 8905714
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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